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Trainer C Lehrgang Leistungssport

 

Die Ausschreibung zum nächsten Trainer C Lehrgang Leistungssport ist Online und die Anmeldung kann bis zum 5. Oktober per Mail abgegeben werden. Auch dieses Jahr steht unser Landeslehrwart André Schallenberger mit weiteren Referenten zur Verfügung, um eine hochwertige Ausbildung zu gewährleisten.

 

Link zur Anmeldung

 

 

49. Bundeswettbewerb der Jungen und MĂ€dchen 2017 in Brandenburg

 

Kurz vor Zeugnisausgabe machten sich die Teilnehmer/-innen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland am Donnerstag, 29.6. auf den Weg an den Beetzsee bei Brandenburg an der Havel.

Bei regnerischen und kühlen Wetter wurden Boote aufgeriggert und erste, späte, Trainingsfahrten unternommen.

Am Freitag fand die Langstrecke statt, wo sich unsere Ruder/-innen tapfer Wind, Wellen und Regen stellten. Aufwärmprogramme fanden nicht auf dem Wasser, sondern in den verbliebenen Pavillons (sofern diese nicht den stürmischen Böen zu Opfer gefielen waren) statt.

Nach der Langstrecke stand das Team Rheinland-Pfalz auf Platz 14 der Länderwertung, eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass wir in diesem Jahr mit deutlich weniger Teilnehmer/-innen angereist waren.

Beim Zusatzwettbewerb konnten wir dann eine leichte Verbesserung (15 Wissensfragen rund ums Rudern, Sackhüpfen, Teamaufgaben, usw.) erreichen und bereiteten uns auf die Bundesregatta am Sonntag vor.

Hier sind die  Ergebnisse:

Ju 1x 13 Jahre:   1. Platz (2. Abtlg.) Marlon Didovic (Binger RG)

                            5. Patz                  Benedict Ott (MRV)

Mä 1x 13 Jahre:   5. Platz (2. Abtlg.) Aliya Schwan (Koblenzer RG)

Ju 1x 14 Jahre:    6. Platz (1. Abtlg.) Simon Haible (Treis-Karden)

  1. Platz (4. Abtlg.) Jan Griedelbach (Koblenzer RG)

Mä 1x 14 Jahre :   3. Platz (4. Abtlg.) Hannah Pohl (Bernkasteler RG)

  1. Platz (5. Abtlg.) Jamila Ehret (Koblenzer RG)

Mä 1x 14 J. LG :    1. Platz (3. Abtlg.) Luisa Andrae (MRV)

Ju 2x 13/14 Jahre: 6. Platz (3. Abtlg.) Philipp Niklas, Felix Schnepp (Bernkasteler RG)

Ju 2x 13/14 J. LG : 4. Platz (3. Abtlg.) Felix Steinrücke, Valentin Wiering (Treviris Trier)

                               5. Platz                 Joris Leyendecker, Jonas Linden (Bernkasteler RG)

Mä 2x 13/14 Jahre: 1. Platz (3. Abtlg.) Pauline Luxa, Isabelle Müller(Treviris Trier)

Mä 4x+ 13/14 Jahre: 3. Platz (2. Abtlg.) Helen Hoffmann, Henrike Salisch, Pia Breinbauer, 

                                  Rianne Lagerpusch, Stm.: Max Wenner (MRV)

 

Insgesamt konnten wir den 13. Platz in der Gesamtwertung mit nur 21 Ruderer/-innen halten.

 

 

Deutsche Meisterschaften U17 in MĂŒnchen

 

Gold
Cora Loch (Mainzer RV) - Juniorinnen Doppelzweier
Annika Steinle (Mainzer RV) - Juniorinnen Doppelzweier

 

Silber
Luca Schneider (Koblenzer RC Rhenania) - Leichtgewichts Junioren Doppelzweier
Tim Scholz (Koblenzer RC Rhenania) - Leichtgewichts Junioren Doppelzweier

 

 

 

Deutsche Meisterschaften U19 in MĂŒnchen

 

Gold

Bendikt Dreyer (Mainzer RV) - Leichtgwichts Junioren Doppelzweier
Simon Kern (Mainzer RV) - Leichtgewichts Junioren Doppelzweier
Annabelle Bachmann (Ingelheimer RV) - Juniorinnen Doppelvierer
Julius Müller (Koblenzer RC Rhenania) - Junioren Achter
Lukas Effert (GTRV Neuwied) - Junioren Achter
 

Silber

Eva Hohoff (Ludwigshafener RV) - Leichtgewichts Juniorinnen Doppelzweier
Hannah Rieder (Ludwigshafener RV) - Leichtgewichts Juniorinnen Doppelzweier
Katharina Niel (RV Lahnstein) - Leichtgewichts Juniorinnen Einer
Hannah Rieder (Ludwigshafener RV) - Leichtgewichts Juniorinnen Doppelvierer
Katharina Niel (RV Lahnstein) - Leichtgewichts Juniorinnen Doppelvierer
Maximilian Glöckner (Koblenzer RC Rhenania) - Leichtgewichts Junioren Achter

 

Bronze

Julius Müller (Koblenzer RC Rhenania) - Junioren Vierer mit
Lukas Effert (GTRV Neuwied) - Junioren Vierer mit
Robin Köhler (Mainzer RV) - Leichtgewichts Junioren Einer

 

 

Deutsche Meisterschaften U23 in MĂŒnchen

 

Gold

Kathrin Morbe (RV Treviris Trier) - Leichtgewichts Frauen Doppelzweier
Caroline Meyer (RV Treviris Trier) - Leichtgewichts Frauen Doppelzweier
Kathrin Morbe (RV Treviris Trier) - Leichtgewichts Frauen Doppelvierer
Caroline Meyer (RV Treviris Trier) - Leichtgewichts Frauen Doppelvierer
Maximilian Bierwirth (Koblenzer RC Rhenania) - Männer Achter
Jonas Wiesen (RG Treis Karden) - Steuermann im Männer Achter

 

Silber

Alicia Bohn (RG Speyer) - Frauen Doppelvierer
Maximilian Bierwirth (Koblenzer RC Rhenania) - Männer Zweier ohne
Janis Seidenfaden (Mainzer RV) - Leichtgewichts Männer Achter
Paul Hotz (Mainzer RV) - Leichtgewichts Männer Achter
Jonas Wiesen (RG Treis Karden) - Steuermann im Männer Vierer mit

 

Bronze

Alicia Bohn (RG Speyer) - Frauen Einer
Helena Schäfer (Koblenzer RC Rhenania) - Frauen Zweier ohne
Alexander Diedrich (RG Treis Karden) - Männer Zweier ohne
Marie-Christine Gerhardt (ludwigshafener RV) - Leichtgewichts Frauen Einer
Janis Seidenfaden (Mainzer RV) - Leichtgewichts Männer Zweier ohne
Paul Hotz (MainzerRV) - Leichtgewichts Männer Zweier ohne
Julian Schneider (Mainzer RV) - Leichtgewichts Männer Doppelvierer
Philipp Grebner (Mainzer RV) - Leichtgewichts Männer Doppelvierer
Elias Dreismickenbecker (RG Speyer) - Leichtgewichts Männer Doppelvierer
Alexander Diedrich (RG Treis Karden) - Männer Achter

 

 

Richard Schmidt erneut Europameister

 

Richard Schmidt (RV Treviris Trier) wurde heute erneut Europameister im Männer Achter. Dabei hat der Deutsche Achter das Feld im Finale dominiert, wie schon lange nicht mehr. Kurz nach dem Start schob sich die grüne Spitze nach vorne und konnte schon auf den ersten 500 Metern einen beachtlichen Vorsprung erzielen. Dieser Vorsprung wurde in einem technisch sehr gut laufenden Boot mit hoher Frequenz beständig ausgebaut. Am Ende war es über eine Bootslänge zu den Verfolgern aus Polen und den Niederlanden.

Einen beachtlichen 4. Platz erzielte Timo Piontek (Koblenzer RC Rhenania) im Männer Doppelzweier und auf Platz 5 kam Jason Osborne (Mainzer RV) im leichtgewichts Männer Doppelzweier ins Ziel.

 

Gold
Richard Schmidt (RV Treviris Trier) im Männer Achter 

 

 

EM Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz

 

Das erste internationale Großereignis steht vor der Tür und die Ausscheidungen dafür sind gelaufen. Zu der Nationalmannschaft bei der EM in Racice (25.05. - 28.05.2017) gehören dieses Mal Ruderer und unsere Landestrainer. Robert Sens wird den leichtgewichts Doppelzweier offiziell betreuen, in dem mit Jason Osborne (Mainzer RV) und Lucas Schäfer zwei Sportler des Stützpunktes Rhein-Main sitzen werden.

Weiterhin ist mit Richard Schmidt (RV Treviris Trier) im Männer Achter einer der mittlerweile dienstältesten Nationalmannschaftsruder vertreten.

Erfreulicher Weise ist auch Landestrainer Peter Berger mit seinem Sportler Timo Piontek (Koblenzer RC Rhenania) im Männer Doppelzweier erstmals im A-Bereich am Start.

 

 

Sportplakette des Landes Rheinland-Pfalz an Ruderer verliehen

 

Gestern wurde drei Ruderern eine besondere Ehre zu teil. Aus den Händen der Ministerpräsidentin Malu Dreyer erhielten die Ruderer Moritz Moos und Jason Osborne (beide Mainzer RV) für ihre Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 die Sportplakette. Die gleiche Auszeichnung erhielt unser Vorstandsmitglied Alfred Zimmermann für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Sportkreisvorsitzender in Speyer und Vorsitzender des Ruderverbandes Pfalz.

Die Sportplakette ist die höchste sportliche Auszeichnung in Rheinland-Pfalz.

 

 

Große VerĂ€nderungen werfen ihre Schatten voraus...

 

Beim diesjährigen Landesrudertag in Koblenz wurde der Vorstand von den Delegierten beauftragt, den Ruderbund Saar als vierten Landesverband in den Ruderverband Rheinland-Pfalz auf zu nehmen. Der Wunsch dazu wurde beim LRT 2016 vom Ruderbund Saar geäußert, bzw. von dessen Vorsitzenden Wolfgang Schell übermittelt. Gleichzeitig hatten die Delegierten damals den Vorstand beauftragt, die mögliche Verschmelzung zu überdenken und zum LRT 2017 einen Vorschlag mit einem Satzungsentwurf zu präsentieren. Nachdem viele Gespräche in verschiedenen Gremien geführt wurden und von Seiten des DRV und den LSBs Unterstützung zu der Fusion signalisiert wurde, präsentierte der Vorstand seinen Delegierten einen Satzungsentwurf für den zukünftigen "Ruderverband Südwest", der in der Versammlung einstimmig angenommen wurde. Selbstverständlich sind noch einige Schritte nötig, bis die Umsetzung abgeschlossen ist, aber schon jetzt kann man erkennen, dass der Ruderverband Südwest, als ein starker Landesverband im DRV, auch im Leistungssport eine entsprechende Rolle einnehmen wird.
 

Vorsitzender Wolfgang Schell vom Ruderbund Saar (links) und Vorsitzender Ulrich Steinfurth vom LRV Rheinland-Pfalz (rechts)

 

Viel "Licht" und ein wenig "Schatten" bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Krefeld

 

Gleich im ersten Rennen des Tages erwischte es ein Boot aus Rheinland-Pfalz, das bestimmt als Favorit gehandelt wurde. Das Finale im Frauen Zweier ohne lief ohne das Boot aus Mainz/Ulm über die Strecke, da die Mainzerin Lea-Katlen Kühne krankheitsbedingt abmelden mußte.
Dafür lief es im Männer Zweier ohne richtig gut für Richard Schmidt (RV Treviris Trier). In einem ganz engen Rennen, in dem gut besetzten Finale, konnte er sich mit seinem Partner aus Rauxel mit 5/10 Vorsprung wiederum den Titel holen.
Im dritten Rennen des Tages waren es dann wieder die Ruderer aus Mainz, die eine starke Leistung zeigten. Moritz Moos (Mainzer RV), der in dieser Saison in den leichtgewichts Männer Zweier ohne umgestiegen ist, konnte in einemengen Rennen seiner Medaillensammlung eine Silbermedaille hinzufügen. Bis 1500m lag er mit seinem Partner aus Hannover noch knapp in Führung, wurde dann aber auf den letzten Metern im Endspurt mit 3/10 von dem Führungsplatz verdrängt. Beachtenswert in diesem Rennen war die Leistung des Mainzer Duos Paul Hotz / Janis Seidenfaden, die auf den letzten 500m von Platz 6 auf 4 vorfahren konnten.
Im Rennen der Männer Einer konnte sich Timo Piontek (Koblenzer RC Rhenania) mit einem soliden Rennen die Bronzemedaille erkämpfen. Auf allen vier Teilstrecken gab es in diesem Rennen nur einen einzigen Platzwechsel. So war auch der dritte Platz von Timo Piontek vom Start ab ungefährdet.
Im letzten Meisterschaftsrennen des Tages kürte sich Jason Osborne (Mainzer RV) zum Meister im leichtgewichts Männer Einer. Auch dieser Sieg war nie ernsthaft gefährdet und Jason Osborne konnte seiner Favoritenrolle gerecht werden und die Leistungen der Ruderer aus Rheinland-Pfalz abrunden, die in 7 Meisterschaftsrennen 4 Mal mit auf dem Podest standen.

 

Gold
Richard Schmidt (RV Treviris Trier) - Männer Zweier ohne
Jason Osborne (Mainzer RV) - Lgw. Männer Einer

 

Silber
Moritz Moos (Mainzer RV) - Lgw. Männer Zweier ohne

 

Bronze
Timo Piontek (Koblenzer RC Rhenania) - Männer Einer

 

Start in die neue Saison - Test in Leipzig

 

Am vergangenen Wochenende fand die erste Standortbestimmung für die nacholympische Saison in Leipzig statt. Am Samstag mußten die Sportler ihre Leistung über die 2000m auf dem Ergometer zeigen und am Sonntag ging es dann auf das Wasser. Hierbei mußte die Strecke von 6000m bezwungen werden.
Im Frauen Zweier ohne waren vor allem U23 Ruderinnen am Start, so dass die Kombination aus Mainz/Ulm (Lea Katlen Kühne/Meike Dütsch) mit klarem Vorsprung vor der Kombination aus Koblenz/Siegburg (Helena Schäfer/Charlotte Körner) gewinnen konnte.
Im anschließenden Männer Zweier ohne mußte sich Richard Schmidt (Trier) mit seinem Partner Malte Jakschick (Rauxel) in einem packenden Rennen mit einer Sekunde Rückstand mit Platz zwei zufrieden geben.
Moritz Moos (Mainz) will es dieses Jahr im Riemenbereich versuchen und konnte mit Julius Peschel (Hannover) auch direkt den lgw. Zweier ohne für sich entscheiden. Auch hier war es eine knappe Entscheidung und zum Schluß reichte eine Sekunde für den Sieg.
Sein letztjähriger Zweierpartner Jason Osborne (Mainz) versuchte einen Angriff im schweren Männer Einer und konnte zeitgleich mit Timo Piontek (Koblenz) den 4. Platz erreichen, was für beide Sporlter ein achtbares Ergebnis war.
 

 

Trainerfortbildung des LRV Rheinland-Pfalz in Osthofen

 

 

Was gehört dazu, von Trainer-, Verbands-  und natürlich von Athletenseite, damit ein sportliches Projekt gelingt? Rund um dieses Thema drehten sich zwei  hochinteressante Tage mit einem langen diskussionsreichen Abend dazwischen.  Landestrainer Robert Sens hatte nach Osthofen eingeladen, 36 Trainerinnen und Trainer versammelten sich im bestens ausgestatteten Tagungsraum.

Welche Parameter sind zu beachten? Zunächst der Ansatz direkt am Menschen im leider noch zu oft vernachlässigten Bereich der psychologischen Betreuung. Hier konnte Dr. Annelen Collatz aus Essen aus ihrem beruflichen Alltag sowohl in der Begleitung von Menschen in Führungspositionen als auch von Ruderern berichten. Die Psychologin arbeitet als eine von vier Fachkräften seit 2011 im Team des DRV. Die Trainer-Athlet-Beziehung ist einer ihrer Arbeitsschwerpunkte. Beide Elemente hochsensibel und damit gleichermaßen zu betreuen.  Frau Dr. Colletz wünscht sich eine noch größere Offenheit, der Gang zum Psychologen sollte mit derselben Selbstverständlichkeit eingeplant werden wie der Termin beim Physiotherapeuten. Hier sind uns andere Sportarten, beispielsweise die Fußballer,  um Längen voraus. 

Professor Dr. Mark Pfeiffer von der Johannes-Gutenberg- Universität in Mainz stellte Das REGman-Projekt vor. Diese Studie untersucht das individuelle Regenerationsmanagement von Athleten. Dazu gehört vor allem ein gezieltes Athletenmonitoring, also eine Datenerhebung medizinischer, psychometrischer und leistungsbezogener Daten über Traininigsprotokolle.  Diese müssen akribisch genau geführt werden, damit eine Trainingssteuerung überhaupt möglich ist. Neue Modelle mit vereinfachter Eintragung und Versendung direkt aus der Eintragungsmaske sind in Arbeit. Ein spannender Ansatz ist der Versuch, eine Entwicklungsprognose zu erstellen. Aufgrund vorhandener, real erhobener Daten kann durch Eingabe fiktiver Daten versucht werden, die weitere Leistungsentwicklung zu prognostizieren. Ohne, dass ich das Training meines Athleten in der Realität umstellen muss und ihn damit womöglich in eine Richtung schiebe, aus der ich ihn nicht mehr rechtzeitig herauslösen kann. 

Ebenfalls aus der Arbeitsgruppe von Professor Pfeiffer stammten Erkenntnisse aus dem Bereich „Periodisierung im Krafttraining“. Herr Thiemo Pelzer stellte diese den 36 anwesenden Trainerinnen und Trainern vor. Periodisierung ist zu empfehlen, interessanterweise erzielten die Forscher aber ähnliche Ergebnisse bei unterschiedlichem Aufbau. Ob Blockweise oder wochenweise bestimmte Trainingsinhalte bearbeitet werden, zeigte keine signifikant unterschiedliche Wirkung. In der Beachtung der Wechselwirkung aller Trainingselemente muss individuell gearbeitet werden, auch im Bereich der Intensität, um Trainings- und natürlich Wettkampferfolge zu erzielen. 

„ Und dann dachte ich mir, dann gehe ich eben mal zum Rudern.  Damals wusste ich noch nicht, dass das eine der  härtesten Sportarten  ist.“, ein Zitat  aus dem Bericht von Detlef Kirchhoff, dem ehemaligem Partner von Landestrainer Robert Sens. Drei olympische Medaillen hat Kirchhof errudert, das DDR-Sportsystem von Kindesbeinen an durchlaufen und nach der Wende noch bis einschließlich der Olympiade in Sydney gerudert. Zusammen mit  Roberts Vater, Manfred Sens, führte Kirchhoff am Sonntag morgen in den zweiten Lehrgangstag ein.  Herr Sens, der bis zur Wende im Bereich Leichtathletik als Trainer im DDR-System arbeitete, stellte die Talentsuche und  -förderung ab dem Altern von 9 Jahren vor. Ausgehend von einer Strukturbetrachtung des DDR-Sportsystems entspann sich im Plenum eine angeregte Diskussion. Ohne Frage ist vieles an der Durchführung ,  der Planerreichung um fast jeden Preis zu kritisieren und das möchte niemand zurück haben. Doch die Struktur des langfristigen Talentaufbaus vermissen wir heute in den meisten Sportarten, auch im Rudern. Die angemessene Entlohnung des Trainers auch und gerade im Nachwuchsbereich mutet den heute, zumeist ehrenamtlich neben einer außersportlichen Vollzeitstelle tätigen  Trainern vollkommen unrealistisch an. Zusammenarbeit unter den Trainern verschiedenster Sportarten im Hinblick auf Empfehlung, die für den Einzelnen aussichtsreichere, neue Sportart zu  probieren scheitert heute auch an durchaus verständlichen Vereinsinteressen. Weniger Mitglieder heißt weniger Zuschüsse, weniger Eltern, die zum Wettkampf fahren und die Kuchen backen beim Sommerfest. Doch im Sinne des Athleten wäre dies eine sehr sinnvolle Sache. Laufbahnberatung schon zu Schulzeiten, flexiblere Unterrichtszeiten für Spitzensportler und eine sichere Überführung in den Arbeitsmarkt.  Eine größere gesellschaftliche Akzeptanz, ja besser Anerkennung desjenigen, der sich wie in unserer Sportart üblich, mehr als täglich zum Training begibt, ist unabdingbar und zwar nicht nur bezogen auf Medaillengewinner bei Olympia!

Olympia – Rückschau auf das Projekt Moos/Osborne von 2012 bis 2016. Was sich hinter diesem Tagungsordnungspunkt von Landestrainer Robert Sens verbergen sollte, hatte sicher viele Teilnehmer nach Osthofen gelockt. Und ich behaupte, niemand wurde enttäuscht. Ganz im Gegenteil, den Anwesenden wurde durch Sens eine detaillierte, offene und selbstkritische Einsicht in vier Jahre Vorbereitung und Durchführung gewährt. Es ging gemeinsam in sportliche und menschliche Höhen und in schwierige Phasen. Woche für Woche der gesamten Olympiade war durch akribisch genaue Protokollierung von Trainer- und Athletenseite diskutiert. Es finden sich die Parameter aller Referenten wieder, die Psychologie in der Frage nach der Befindlichkeit, täglich. Die Laufbahnberatung in Reaktion auf Abitur und Studienbeginn, hier musste Training umgestellt werden, wohlgemerkt das Training eines der beiden Athleten individuell.  Welche Regenerationsparameter brauchte Moos, welche Osborne, welche Sens? Wie wurde reagiert auf Verletzungen? Welche Vor- und welche Nachteile brachte die Zusammenarbeit im Verband? Immer wieder auch die  Frage nach dem Krafttraining, eines der bestimmenden Elemente des Mainzer Modells, nämlich kein Krafttraining außerhalb des Bootes zu absolvieren. Die hohen Umfänge auf dem Rennrad. Für die anwesenden Trainerinnen und Trainer gab es Ausflüge in die internationale Sportwissenschaft, einiges wurde ausprobiert, manches rechtzeitig verworfen, manches fast zu spät und dadurch wurden Leistungen auch mal schwächer, Regatten weniger erfolgreich. Hier könnte in der Zukunft möglicherweise die Entwicklungsprognose aus der Trainingswissenschaft helfen, die am Computer zeigen kann, ob beispielsweise der Max-Kraft-Block zu diesem Zeitpunkt der Saison Sinn macht oder nicht. 

Beide rheinland-pfälzischen Ruderer, Moritz Moos und Jason Osborne, hatten sich dem Plenum für Nachfragen zur Verfügung gestellt, was vom Plenum sehr positiv angenommen. Denn leider ist es heute für einen Sportler, der mit einem 9. Platz von der Olympiade nach Hause kommt, nicht sicher, ob er für seine Leistung tatsächlich Anerkennung erfährt oder nicht. Und sich dennoch einer großen Gruppe Trainer zu stellen, verdient Respekt. 

Was nehmen wir mit? Zurück zu Detlef Kirchhoff: „Rudern ist eine der härtesten  Sportarten.“  Um dem Rechnung zu tragen, müssen viele Parameter passen. Ein hohes Engagement und Ausbildungsniveau der Trainerinnen und Trainer; Ruderinnen und Ruderer, die sich ganz auf ihr Sporttreiben konzentrieren können und Unterstützung in ihrem Leben außerhalb des Trainings erhalten. Ausgangspunkt erfolgreichen Sporttreibens ist eine gelungene, professionelle Trainer-Athlet-Beziehung, die an den richtigen Stellen individuelle Unterstützung aus Sportwissenschaft, Medizin und Verband erhält.